Klangerzeugung Digitalpiano

Aufnahme und Bearbeitung

Per Mikrofon wird der Klang von einem echten Instrument aufgenommen. Die Güte des "Rohmaterials" richtet sich hier schon nach dem Aufwand, Qualität des Instrumentes, Aufnahmetechnik, Equipment. Anschließend muss es nachbearbeitet werden um es "digitaltauglich" werden zu lassen. Yamaha benutzt für den Konzertflügel "binaurale" Samples. Bereits bei der Aufnahme wurde aus der Sicht des Spielers aufgenommen, sodass über Kopfhörer der Klang "aus dem Raum" wahrgenommen wird und nicht aus den Kopfhörern.

Lautsprecher

Der Klang wird über Lautsprecher wiedergegeben.  Die Art und die Abstimmung der Lautsprecher verändern ebenfalls das Klangbild des bearbeiteten Rohmaterials. Deswegen klingen E-Pianos unterschiedlich, obwohl derselbe Klang verwendet wird. Um einen räumlichen Klangeindruck zu generieren, werden die Lautsprecher unter anderem so angebracht, dass der Klang nicht direkt zum Spieler ausgegeben wird. Statt dessen nutzten die Hersteller Reflexionen, indem manche Lautsprecher z.B. zum Boden ausgerichtet sind. 

Mechanik

Die "Mechanik" besteht aus einem Gewicht, das über die Tasten angehoben und fallengelassen wird. Das Gefühl einer echten Mechanik kann so nicht abgebildet werden, man erhält aber dennoch etwas klavierähnliches. Keyboards sind sie für Klavierspieler aber nicht tauglich, weil das Gewicht fehlt und eine Dynamikgestaltung nur sehr sporadisch möglich ist.

Sensorik

Die Tastatur beherbergt eine druckempfindliche Sensorik um Lautstärkeunterschiede wiedergeben zu können. Beim Digitalpiano ist die klangliche Reaktion auf den Tastendruck nicht dieselbe wie bei einer echten Instrument. Man lernt sich unweigerlich ein anderes Spielgefühl an als am echten Instrument. Klavierleherer merken das, wenn im Unterricht ein echtes Piano benutzt wird.

Sonderfall Hybrid-Digitalpiano

Im Hybrid-Digitalpiano wird eine echte Mechanik verwendet, in nur leicht abgewandelter Form. Das Spielgefühl eines echten Instrumentes ist hier am ehesten spürbar. Hier findet man auch keine Drucksensoren mehr. Stattdessen arbeiten bei jeder Taste Lichtsensoren für eine noch genauere Dynamik. Es entsteht keine Reibung, die Technik ist somit absolut wartungsfrei.

Klangerzeugung echtes Piano

Resonanzboden

Das Herzstück bildet der Resonanzboden aus speziell sortiertem und feinstem Fichtenholz.  Die Saitenschwingungen werden verstärkt. Die Holzauswahl und Versteifung ist essentiell für das spätere Klangbild und die Langlebigkeit.

Stege

Die Schwingung der Saiten wird über die Stege auf den Resonanzboden geleitet. Die Konstruktion des Steges und die verwendeten Hölzer haben auch Einfluß auf den Klangcharakter und Schwingungsdauer.

Saiten

Über 200 Saiten aus dehnbarem Stahl, mit einer Umspinnung aus Kupfer für die Bassaiten. Durchmesser von ca. 0,8mm bei den hohen Tönen und über 6mm bei den tiefen Tönen. Hier entstehen insgesamt ca. 18-20 Tonnen Zugkraft. Hochwertig verarbeitetes Material bedeutet auch hier ein schöneres Klangbild.

Hammerköpfe

Filzart, Härte, Flexibilität und Holzart haben Einfluß auf Klangfärbung und Nuancenreichtum. Die mehrlagig verwalkten Filzschichten werden um den hölzernen Hammerkern gespannt. Im Rohzustand noch hart sehr hart und undynamisch, müssen Sie einzeln von Hand nachbearbeitet werden um mit Ihrer neu gewonnenen Flexibilität ein großes Klangspektrum zwischen laut und leise, sowie brilliant und weich zu erzeugen.

Mechanik

Der Druck auf die Taste wird durch verschiedene Hebel zum Hammerkopf geleitet, der die Saite anschlägt. Erst dieser besondere besondere Mechanismus aus ca. 7.500 Einzelteilen ermöglicht es sehr nuancenreich zu spielen. Trotz der feingliedrig wirkenden Elemente, hält die Mechanik immense Kräfte aus. Das Holz sorgt hier für die nötige Flexibilität und Masseträgheit.

Klaviatur

Jede Taste wird von Hand ausgewogen, damit ein gleichmäßiges Spielgefühl erzeugt werden kann. Vom tiefsten bis zum höchsten Ton nimmt das Gegengeweicht linear ab.

kurze Klangbeispiele

- Aufgenommen mit IPAD 6.Gen. (ohne zusätzliche Mikrofone oder Nachbearbeitung)
- Bei Digitalpianos jeweils auf 75% Lautstärke gespielt, mit dem Yamaha CFX Konzertflügel, und Standardeinstellungen

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